UPDATE (07.07.2026, 17:30 Uhr): handwerk.com reagiert auf COIFFO-Anfrage – Beitrag nach behördlichem Faktencheck wieder onlineKurz nach der Veröffentlichung unseres Artikels und unserer offiziellen Presseanfrage hat sich die Redaktion von handwerk.com bei COIFFO gemeldet und für Aufklärung gesorgt. Der zwischenzeitlich verschwundene Beitrag wurde nicht dauerhaft gelöscht, sondern kurzfristig offline genommen, um einer nachträglichen, kritischen Prüfung unterzogen zu werden.Wie das Portal uns gegenüber schriftlich bestätigte, habe man die vom Zentralverband (ZV) gelieferten Wirtschafts- und Ausbildungszahlen der Branche noch einmal kritisch überprüft und direkt beim Statistischen Bundesamt sowie beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) verifiziert. Der Artikel ist nun mit dem Transparenz-Hinweis „Aktualisiert am 07.07.2026, 16:37 Uhr“ wieder regulär abrufbar.Die redaktionelle Einordnung von COIFFO:Dieser Vorgang beweist eindrucksvoll, wie wichtig eine unabhängige Berichterstattung ist. Dass ein etabliertes Branchenportal einen bereits veröffentlichten Text offline nimmt, um die offiziellen Jubel-Meldungen eines Bundesverbandes nachträglich durch Bundesbehörden überprüfen zu lassen, zeigt, wie sensibel und diskussionswürdig die Datenlage im Friseurhandwerk aktuell ist. Die kritische Begleitung durch die Basis und Fachmedien wirkt. Wir danken der Redaktion von handwerk.com für die transparente Aufklärung und die Wahrung journalistischer Sorgfaltspflichten.(Der ursprüngliche Artikel vom Dienstagmorgen folgt untenstehend im Original)
handwerk.com
Nur knapp 24 Stunden nach der Veröffentlichung verschwindet ein aktueller Branchenreport zur Lage des Friseurhandwerks restlos aus dem Netz. Die Hintergründe der plötzlichen Löschung werfen in der aktuellen, ohnehin aufgeheizten Debatte zwischen Basis und Verbänden dringende Fragen auf. Ein Kommentar von Angelo Salerno.
Es sind turbulente Tage in der deutschen Friseurbranche. Während an der Basis, angefeuert durch prominente Stimmen wie Branchen-Ikonen und Verbandskritiker, eine fundamentale Diskussion über verkrustete Strukturen, mangelnde Transparenz und den spürbaren Realitätsverlust etablierter Institutionen tobt, ereignete sich am Dienstagmorgen im Netz ein bemerkenswerter digitaler Rückzieher.
Der Fakt: Erst online, dann spurlos verschwunden
Am Montag, den 06.07.2026, veröffentlichte das bekannte Portal handwerk.com um 09:50 Uhr einen Artikel unter dem Titel „Friseurhandwerk wächst trotz schwieriger Lage“ (dokumentiert durch die Redaktion vorliegende Screenshots).
Der Beitrag beleuchtete die wirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2025, nannte offizielle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Umsatzzuwächsen und thematisierte gleichzeitig den steigenden Kostendruck für Saloninhaber. Auch die Personalie um den neuen ZV-Hauptgeschäftsführer Fred Schumacher war Teil der Berichterstattung.
Doch wer den Artikel am heutigen Dienstag, den 07.07.2026, gegen 10:00 Uhr aufrufen wollte, blickte ins Leere. Der Beitrag wurde komplett gelöscht. Er taucht weder in den Themen-Feeds noch auf der offiziellen Autorenseite des Portals auf. Der direkte Link führt ins digitale Nichts.
Die journalistische Einordnung: Warum eine Löschung so ungewöhnlich ist
In der professionellen Medienlandschaft ist es ein absolut unüblicher Vorgang, dass ein rein faktenbasierter Wirtschaftsbericht innerhalb von 24 Stunden restlos und wortlos gelöscht wird. Sollten sich inhaltliche oder statistische Fehler in einen Text einschleichen, gebietet es der Pressekodex, den Artikel zu korrigieren oder mit einem entsprechenden Update-Hinweis zu versehen. Eine vollständige Vernichtung des Beitrags deutet im Regelfall auf massiven Druck von außen oder eine akute interne Reißleine hin.
Dass diese Löschung exakt in den Stunden passiert, in denen COIFFO durch Exklusiv-Interviews mit Branchen-Schwergewichten wie Giuseppe Genovese den Finger tief in die Wunde der Verbandspolitik legt, lässt aufhorchen. Auch die jüngst laut gewordene Kritik von TV-Protagonistin Ayhan Saglam gegenüber regionalen Innungsstrukturen hat die Aufmerksamkeit der gesamten Branche – von Berlin über Köln und Stuttgart bis hin ins Saarland – synchron auf das Thema gelenkt.
Hintergrund: Große Bundesverbände und angeschlossene Institutionen geraten zunehmend unter Erklärungsnot, wenn die ungeschönte Wahrheit der Basis auf eine breite mediale Öffentlichkeit trifft.
COIFFO bittet um Aufklärung
Um den Grundsätzen der sauberen, unvoreingenommenen Berichterstattung gerecht zu werden, hat die Redaktion von COIFFO unmittelbar nach dem Verschwinden des Textes eine offizielle Presseanfrage an die Redaktion von handwerk.com gerichtet. Wir haben das Portal um eine Stellungnahme gebeten, aus welchen Gründen der besagte Artikel offline genommen wurde und ob eine Intervention Dritter zu diesem Schritt geführt hat.
Eine Rückmeldung des Portals stand bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags noch aus. Sobald uns ein offizielles Statement vorliegt, werden wir dieses unzensiert nachreichen.

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